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Wann wir trotz Fehler sympathischer wirken

Hypnose hilft, auch wenn alles andere versagt.

James Braid

Ein kleiner Fauxpas im Alltag kann schnell passieren. Doch je nachdem, wie wir mit unseren Fehlern umgehen, können wir auf andere Menschen sympathischer oder unsympathischer wirken.

Aber wann ist das der Fall und warum? In diesem Artikel werfen wir einen wissenschaftlichen Blick auf das Thema.

Die Bedeutung von Fehlern

Fehler gehören zum Leben dazu. Ob im Beruf oder im Privatleben, sie können uns weiterbringen, wenn wir aus ihnen lernen. Doch nicht jeder sieht das so positiv. Viele haben Angst, Fehler zu machen und wollen sie am liebsten vermeiden. Doch das ist schwierig, denn wir sind alle nur Menschen und machen Fehler. Wie wir mit Fehlern umgehen, beeinflusst jedoch, wie wir von anderen wahrgenommen werden.

Das sympathische Image des Fehlers

Eine Studie der Harvard Business School hat gezeigt, dass Fehler in bestimmten Situationen sogar zu einem positiven Image beitragen können. Teilnehmer wurden gebeten, eine kurze Einführung über sich selbst zu geben, in der sie entweder einen kleinen Fehler machten oder nicht. Diejenigen, die einen Fehler gemacht hatten, wurden von den Zuschauern als sympathischer und menschlicher wahrgenommen als diejenigen, die keinen Fehler gemacht hatten.

Warum ist das so? Ein möglicher Grund ist, dass Fehler uns verletzlich machen und zeigen, dass wir nicht perfekt sind. Das kann uns für andere sympathischer machen, da es menschlicher wirkt. Außerdem kann ein kleiner Fehler auch dazu beitragen, dass wir sympathischer und zugänglicher wirken. Wir zeigen damit, dass wir nicht abgehoben oder arrogant sind, sondern uns auf Augenhöhe mit anderen befinden.

Die Grenze zum unsympathischen Fehler

Doch Vorsicht: Nicht jeder Fehler wirkt sympathisch. Eine Studie der Universität Basel hat gezeigt, dass es darauf ankommt, wie wir mit unseren Fehlern umgehen. Die Teilnehmer wurden gebeten, einen Text auf Fehler zu überprüfen und diese zu korrigieren. Danach mussten sie den Text einem anderen Teilnehmer vorlesen und erklären, warum sie bestimmte Fehler nicht korrigiert hatten. Dabei wurden sie gefilmt und von einem Beobachter bewertet.

Es stellte sich heraus, dass diejenigen, die Fehler gemacht hatten, aber diese sofort eingestanden und korrigiert hatten, als sympathischer wahrgenommen wurden. Diejenigen, die jedoch versucht hatten, ihre Fehler zu vertuschen oder zu rechtfertigen, wurden als unsympathisch empfunden.

Eine mögliche Erklärung dafür ist, dass wir Verantwortung für unsere Fehler übernehmen müssen. Wenn wir unsere Fehler nicht akzeptieren und uns stattdessen versuchen herauszureden, wirkt das unehrlich und unaufrichtig. Das kann zu einem Vertrauensverlust führen und uns unsympathisch machen.

Fazit

Fehler machen wir alle, und das ist auch gut so. Denn aus Fehlern können wir lernen und uns weiterentwickeln. Wie wir mit unseren Fehlern umgehen, beeinflusst jedoch, wie wir von anderen wahrgenommen werden. Wenn wir unsere Fehler eingestehen und uns verletzlich zeigen, können wir sympathischer wirken. Wenn wir jedoch versuchen, unsere Fehler zu vertuschen oder versuchen, andere für unsere Fehler verantwortlich zu machen, kann dies dazu führen, dass wir uns unsympathisch machen. Es ist wichtig, Fehler als Chance zur Verbesserung zu betrachten und Verantwortung für sie zu übernehmen.

 

 


Quellen:

(1) Anderson, C., & Kilduff, G. J. (2009): The pursuit of status in social groups. Current Directions in Psychological Science, 18(5), 295-298.

(2) Brown, J. D., & Levinson, C. A. (2008): Self‐esteem, self‐presentation, and future interaction expectations: Test of a multiple‐mediator model. Journal of Social Psychology, 148(6), 727-744.

(3) Lount Jr, R. B., Pettit, N. C., Doyle, S. A., & To, M. L. (2014): When do high achievers perform well? The role of discrete emotions in the feedback–performance link. Organizational Behavior and Human Decision Processes, 124(2), 204-216.

(4) Müller, J.M. (2022); Sympathy, Interpersonal Awareness and Acknowledgment. Topoi 41, 849–858. Online verfügbar unter https://doi.org/10.1007/s11245-022-09803-3

Bild: Adobe Stock. 

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Fehler lieben lernen

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Dank Hypnose vor etlichen Jahren habe ich mein fehlerhaftes Ich kennen- und lieben gelernt. Der Text erinnert mich an diese schöne Erfahrung. Danke.

Nadine F.
aus
Berlin
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