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Deshalb bringt Bewegung dein Gehirn zur Bestform

Hypnose hilft, auch wenn alles andere versagt.

James Braid

Wer rastet, der rostet – wer sich zu wenig bewegt, wird unbeweglich, vor allem auch mental. Verschiedene Forschungsergebnisse belegen, dass Bewegung den vorzeitigen Abbau der Gehirnleistung im Alter stoppt. Von einer verbesserten Konzentrationsfähigkeit, raschen Auffassungsgabe bis hin zu einem guten Gedächtnis. Jeder zurückgelegte Schritt hält nicht nur deinen Körper fit, sondern auch dein Gehirn.

1. Bewegung macht glücklich 

Muskeln und Gehirn sind sehr eng miteinander verbunden. Als endokrines Organ produziert ein Muskel laufend Signalstoffe, die im Körper zirkulieren und sich auf das Gehirn auswirken. Körperliche Tätigkeit steigert die Produktion der Botenstoffe des Nervensystems, sogenannte Neurotransmitter, die dank des limbischen Systems Glücksreize von Zelle zu Zelle senden.

Einer der bekanntesten Botenstoffe ist das Glückshormon Serotonin, das für Ruhe, Harmonie und Zufriedenheit sorgt. Dopamin, ein weiterer Botenstoff, steigert die Antriebskraft und hilft dir dabei, deine Ziele zu verwirklichen. Es hellt nicht nur deine Stimmung auf, sondern spielt auch eine Rolle für wichtige kognitive Prozesse im präfrontalen Cortex, der sich mit kognitiven Fähigkeiten wie Planen und Entscheiden, sowie der Bewertung von Emotionen beschäftigt. Ein geringer Dopaminspiegel lässt deine Konzentration, Aufmerksamkeit und andere geistige Fähigkeiten sinken. Neben Endorphinen wird der Botenstoff Noradrenalin produziert, das in geringer Dosis leistungssteigernd wirkt. Je mehr du dich also bewegst, desto höher die Produktion dieser Botenstoffe, desto besser, glücklicher und aktiver fühlst du dich.

2. Bewegung erhöht die Sauerstoffzufuhr des Gehirns

Regelmäßige Bewegung wirkt sich positiv auf die Leistung des Gehirns aus. In einer von Forschern der University of Arizona durchgeführten Studie wurde die Gehirnaktivitäten von 22 Männern untersucht. Bei den Probanden handelte es sich um elf regelmäßige Läufer und elf unsportliche Männer im Alter von 18 bis 25 Jahren, die einen ähnlichen Body-Mass-Index und einen vergleichbaren Bildungshintergrund hatten. Mittels MRT-Scan stellt sich heraus, dass die Läufer eine bessere funktionale Konnektivität aufweisen und in Bereichen, wie dem präfrontalen Cortex, dichtere Gehirnverbindungen vorkommen. (1)

Wie das zu erklären ist? Ausdauertraining und langfristige Koordination kurbeln die Durchblutung im Hippocampus, deinem Lernzentrum, an. Folglich nimmt die Sauerstoffzufuhr des Gehirns zu, wodurch es besser mit Nährstoffen versorgt wird. Das Wachstumshormon BDNF (brain-derived neurotrophic factor) wird im Hippocampus ausgeschüttet. Es wachsen neue Nervenfasern, Fettablagerungen werden abgebaut und Umbauprozesse im Gehirn unterstützt. Die Zellen im Gehirn vernetzen sich dichter miteinander und die Anzahl der Blutgefäße im Gehirn nimmt zu. (2)

3. Bewegung sorgt für Ruhe im Kopf

Zudem wird im Gehirn der motorische Cortex aktiviert, was dir erlaubt, Bewegungen auszuführen und das Nachdenken einzustellen. Sport macht, im wahrsten Sinne des Wortes, den Kopf frei. Neue Verknüpfungen und neuronale Muster ermöglichen es dir, neue Verhaltensweisen und gesündere Denkweisen zu lernen. Du bist in letzter Zeit sehr vergesslich? Vielleicht liegt das einem niedrigen BDNF-Spiegel. Denn sobald dein Gehirn nicht genügend BDNF erhält, werden weniger Nervenzellen produziert. Dies hat zur Folge, dass dein Erinnerungsvermögen und deine Konzentrationsfähigkeit abnehmen. 

Lange Rede kurzer Sinn: Der Mensch ist nicht zum Sitzen geboren. Weg mit der Tüte Chips und runter vom Sofa. Überwinde den inneren Schweinehund und laufe, schwimme oder tanze dich schlau und glücklich. Indem auf die Struktur und Funktionsweise des Gehirns Einfluss genommen wird, verändert regelmäßiger Sport soziale, emotionale und kognitive Prozesse, kurz: Bewegung bringt dein Gehirn zur Bestform.

 

 


Quellen:

(1) D. Raichlen, P. K. Bharadwaj, M. C. Fitzhugh, K. A. Haws, G. Torre, T. P. Trouard, G. E. Alexander (2016): Differences in Resting State Functional Connectivity between Young Adult Endurance Athletes and Healthy Controls. Online verfügbar unter https://doi.org/10.3389/fnhum.2016.00610

(2) L. Walk (2011): Bewegung formt das Hirn: Lernrelevante Erkenntnisse der Gehirnforschung. Die Zeitschrift für Erwachsenenbildung, 1, 27-29. Online verfügbar unter https://doi.org/10.3278/DIE1101W027

Bildnachweis: Adobe Stock. 

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