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Abnehmen oder Zunehmen? So wirkt Stress auf dein Gewicht

Hypnose hilft, auch wenn alles andere versagt.

James Braid

Du hetzt von A nach B, vom Meeting zum Sport, vom Sport zum Arzttermin, vom Arzttermin zum Einkaufen, vom Einkaufen nach Hause. Du magst nun annehmen, dass du dabei eher an Gewicht verlierst, als dass du zunimmst. Aber ist dem wirklich so?

Wann wirst du bei Stress an Gewicht abnehmen?

Stress ist eine Form von Energie, die deinem Körper entzogen wird. Logisch, dass Stress also Energie verbraucht. Welches Organ in deinem Körper ist der vorrangige Verbraucher?

Die Antwort liefert Professor Peters von der Universität Lübeck. Der Adipositas-Spezialist nahm in seiner Forschung die Rolle des Gehirns bei der Gewichtsregulation genauer unter die Lupe und kam zu erstaunlichen Ergebnissen: Tatsächlich ist es das Gehirn, das sich selbst stets den Vorrang gibt bei der Energieversorgung. Peters spricht vom „Selfish Brain“, vom egoistischen Gehirn. (1) 

Aber was genau verbraucht unser Gehirn? Das Gehirn verbraucht Glukose, und zwar 50 % des täglichen Bedarfs – im Falle von Stress sogar bis zu 90 %. (2) Wissenschaftler sprechen vom sogenannten „Brain-Pull“: Bei Stress stoppt das Gehirn die Produktion von Insulin und nimmt vermehrt Glukose auf. Somit gelangt mehr Energie ins Gehirn, durch die Insulinsuppression jedoch weniger in die Muskeln und die Blutbahn. Die peripheren Energiereserven werden verbraucht. Wir nehmen an Gewicht ab. 

Das ist der klassische Kreislauf des Gewichtsverlusts bei Stress – der Fall, von dem die meisten Menschen ausgehen bei der Frage nach der Korrelation zwischen Stress und Gewicht. Wenigstens EIN positiver Nebeneffekt von Stress, wirst du dir jetzt vielleicht denken. Leider müssen wir dich enttäuschen. Denn es gibt auch den umgekehrten Fall. Und der dürfte heute weitaus häufiger eintreten.

Wann wirst du bei Stress an Gewicht zunehmen?

Bei chronischem Stress passt sich dein Körper an die Lebensumstände an. Der oben beschriebene Mechanismus greift nur in akuten Stresssituationen, nicht aber bei einem mehr oder weniger konstant hohen Stresslevel. Was genau passiert bei chronischem Stress in deinem Körper?

Wenn Stress eine Art Dauerzustand für deinen Körper ist, dämpfen Cannabinoide die damit einhergehenden körperlichen Signale. (2) Somit wird die Insulinproduktion – anders als in akuten Stresssituationen – nicht gehemmt. Das Gehirn nimmt nicht vermehrt Glukose auf. Anders ausgedrückt: Der „Brain-Pull“ unterbleibt. Das Gehirn bleibt also unterversorgt und sendet dir daher Signale zur Nahrungszufuhr. Da du zumeist jedoch mehr Kalorien zu dir nehmen wirst, als du durch den Stress verbrauchst, nimmst du zu.

Zusammenfassung

  • Akuter Stress: Gewichtsverlust
  • Chronischer Stress: Gewichtszunahme

Was hilft gegen chronischen Stress?

Da die meisten von uns eher von chronischem Stress betroffen sind, als von einzelnen akuten Stresssituationen, nimmt die Mehrheit folglich an Gewicht zu, bei Stress. Abnehmen durch Stress ist demnach eher die Ausnahme. Umso wichtiger ist es, dass du dir die Frage stellst, wie du Stress in deinem Alltag reduzieren kannst. 

Du weißt vermutlich, dass dir Hypnose gegen Stress umgehend hilft, deine Stressauslöser zu mindern. Was dich früher noch gestresst hat, kannst du im Anschluss gelassener wahrnehmen. Du empfindest innere Ruhe und Gelassenheit. Aber auch ohne Hypnose kannst du deinen Stress reduzieren. Was dir hilft sind Ruhepausen. Ruhepausen im Alltag sind essentiell, um neue Kraft zu tanken. Achte darauf, dass du dir immer wieder zwischendurch Pausen gönnst, in denen du durchatmest und deinen Körper bewusst wahrnimmst. Spezielle Atemtechniken entspannen Körper und Geist. Spüre in dich hinein und konzentriere dich ganz auf deinen Atem. Schon fünf Minuten können helfen, um wieder mehr zu dir zu finden und Energie zu sammeln. 

 


Quellen:

(1) A. Peters, B. Kubera, C. Hubold, D. Langemann (2011): The selfish brain: stress and eating behavior. Frontiers in Neuroscience. Online verfügbar unter https://doi.org/10.3389/fnins.2011.00074

(2) N. Ospelt (2015): DMW – Deutsche Medizinische Wochenschrift 140 (25). DOI: 10.1055/s-0041-105772. Online verfügbar unter https://eref.thieme.de/ZZVQTLA

Bildnachweis: Adobe Stock. 

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Danke für diesen Artikel. Ihr seid spitze, weiter so!

Ich nehme bei Stress leider immer zu, jetzt weiß ich warum ich zunehme. Ich freue mich auf meine Hypnose, bis bald.

Katharina
aus
Erlangen
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