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Unter Druck: Wie Stress dein Gehirn beeinflusst

Hypnose hilft, auch wenn alles andere versagt.

James Braid

Hier noch eine Frist, da noch eine Präsentation und zwischendurch musst du noch etliche Einkäufe erledigen sowie deine Social Media Accounts pflegen… Stress ist in unserer heutigen Gesellschaft ein allgegenwärtiges Problem und wird durch eine biologisch festgelegte körperliche Stress-Reaktion verursacht. Ab und an gestresst zu sein, ist normal und nicht per se ungesund. Im Gegenteil: Kurzweiliger Stress erhöht deine Aufmerksamkeit und Leistungsfähigkeit, sodass du Gefahren ausweichen und mit Belastungssituationen passend umgehen kannst. Dieser sogenannte Eustress half damals unseren Vorfahren gegen Mammuts und Säbelzahntiger anzutreten. Heute noch stellt positiver Stress unseren Körper auf Kampf oder Flucht ein und verhilft uns zu Höchstleistungen in unserer täglichen Arbeit. 

Von Arbeits-, Beziehungs-, Prüfungs- bis hin zu Freizeitstress. Stress wird als negativ erlebt, sobald wir das Gefühl haben, den täglichen Anforderungen nicht mehr gerecht zu werden und in ständiger Alarmbereitschaft leben. Dieser Distress führt auf Dauer nicht nur zu körperlichen Schäden wie Stoffwechsel-, Verdauungs- oder Schlafstörungen, sondern auch zu mentalen Schäden und kognitiven Störungen.

Dauer-Stress beeinflusst dein Gehirn, was eine Forschergruppe der Harvard Medical School in Boston nachweisen konnte. (1) In einer mehrjährigen, an Erwachsenen mittleren Alters geführten Studie, wiesen die Forscher nach, dass Distress zu Konzentrations- und Gedächtnisstörungen, ja sogar zu Gedächtnisschwund führt. Grund hierfür ist das Hormon ACTH (adrenocorticotropes Hormon) aus der Hirnanhangsdrüse, das mit ansteigender Belastung die Cortisolausschüttung der Nebennierenrinde anregt. Zudem geraten Neurotransmittersysteme des Gehirns wie Serotonin, Dopamin und Noradrenalin aus dem Gleichgewicht. In der Folge werden Gehirnzellen zerstört, Synapsenregulationen gestört und der präfrontale Kortex, der neben dem Hippocampus für dein deklaratives Gedächtnis verantwortlich ist, beginnt zu schrumpfen. Je höher der Cortisolspiegel, desto schlechter das Gedächtnis.

Des Weiteren belegen die Ergebnisse einer Bochumer Studie, dass Cortisol und Noradrenalin diejenigen Hirnareale negativ beeinflussen, die für ergebnisorientierte Entscheidungen verantwortlich sind. Allerdings bleiben die Hirnregionen unverändert, die ein gewohnheitsgesteuertes Verhalten auslösen. Statt zielgerichtet zu handeln und sich auf eine Situation individuell einzustellen, greifen Menschen bei hohen Beanspruchungen auf gewohnte Verhaltensmuster zurück. (2)

Fazit

Stress auf Dauer schadet deinem Gehirn. Neben Krankheitssymptomen führt Stress zu Aufmerksamkeits-, Gedächtnis-, Lern- und Konzentrationsproblemen. Rationale und kontrollierte Aufgaben fallen uns sowohl unter akutem als auch unter chronischem Stress schwer. Das Erledigen von anspruchsvollen Aufgaben verlangt deshalb einen entsprechenden Ausgleich. Gönne Körper und Geist regelmäßige Pausen, Bewegung und ausreichend Schlaf. Senke einen zu hohen Cortisolspiegel. Ein Weg aus der Stress-Spirale ist unser Hypnocoaching gegen Stress. Mit Hilfe von Hypnose kannst du alte Gewohnheiten durchbrechen und gelassener auf belastende Situationen reagieren. Zudem können Entspannungstechniken wie Autogenes Training oder Meditation helfen, die gefühlten Dauer-Belastungen abzubauen und Distress gezielt vorzubeugen.

 

 


Quellen: 

(1) J. B. Echouffo-Tcheugui, S. C. Conner, J. J. Himali, P. Maillard, C. S. DeCarli, A. S. Beiser, R. S. Vasan, S. Seshadri (2018): Circulating cortisol and cognitive and structural brain measures. The Framingham Heart Study. Online verfügbar unter https://doi.org/10.1212/WNL.0000000000006549

(2) L. Schwabe, M. Tegenthoff, O. Höffken, O. T. Wolf (2012): Simultaneous Glucocorticoid and Noradrenergic Activity Disrupts the Neural Basis of Goal-Directed Action in the Human Brain. Journal of Neuroscience, 32 (30) 10146-10155. Online verfügbar https://doi.org/10.1523/JNEUROSCI.1304-12.2012

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