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  Zähneknirschen: Stress ist oft die Ursache

Hypnose hilft, auch wenn alles andere versagt.

James Braid

Zähneknirschen, medizinisch Bruxismus genannt, ist das Aufeinanderpressen oder Reiben der Ober- und Unterkieferzähne. Laut Bundeszahnärztekammer knirscht jeder zweite Deutsche hin und wieder, jeder Fünfte sogar regelmäßig mit den Zähnen. Der bei Bruxismus entstehende Druck kann mehr als 480 kg pro cm² betragen, was mehr als dem 10-fachen des normalen Kaudrucks entspricht. (1) Diese orale Parafunktion des Kauapparates kann in Ausnahmefällen bis zu 45 Minuten täglich dauern und führt langfristig unter anderem zum Verlust der Zahnhartsubstanz und zu Schmerzen in der Kaumuskulatur. Neben medizinischen Faktoren lösen vor allem psychische Faktoren deinen Bruxismus aus. Doch warum ist das so?

Zähneknirschen – Symptome

In der Medizin wird aufgrund verschiedener Bewegungsmuster zwischen Schlaf- und Wachbruxismus unterschieden. Bei Schlafbruxismus reiben die Ober- und Unterkieferzähne gegeneinander, was ein Knirschgeräusch verursacht. Bei starker geistiger und seelischer Anspannung kann es auch tagsüber zu Kieferpressen, Zungen- und Lippenpressen sowie Kiefer-, Saug- und Beißbewegungen kommen.

Neben Craniomandibulärer Dysfunktion, also Schmerzsyndrome und Funktionsstörungen, die das Kiefergelenk betreffen, verursacht Bruxismus unter anderem folgende Symptome:

  • Rückenschmerzen 
  • nächtliches Beißen auf Wangen und Zunge
  • Entzündungen im Hals
  • Verspannungen im Schulter-/Nackenbereich
  • Zahnschmerzen und Zahnlockerung
  • Abtragen des Zahnschmelzes
  • Schmerzende Kaumuskulatur
  • Ohrenschmerzen und Tinnitus
  • Allgemeine Müdigkeit
  • Schwindelgefühle und Gleichgewichtsstörungen
  • Kopfschmerzen und Migräne

Zähneknirschen – Stress als Auslöser

Neben häufigen Ursachen wie Schlafstörungen, Angstzustände, Rauchen oder Koffein, kann ein orthopädisches Problem der Kiefergelenke oder Zahnfehlstellungen Bruxismus auslösen. Natürlich kann nächtliches Zähneknirschen auch eine schlechte Angewohnheit sein, doch in den meisten Fällen erfüllt die Anspannung des Kauorgans und das daraus resultierende Zähneknirschen eine Ventilfunktion zur Stressbewältigung. 

Lachen, Trauer, Anstrengung – das Gesicht, der Mund und die Zähne sind zentrale Bereiche deiner Wahrnehmung und dienen dazu, deine Emotionen auszudrücken. Deshalb ist es wichtig, Bruxismus in einem psychosomatischen Kontext zu betrachten. „An diesem Problem haben sich schon andere die Zähne ausgebissen“, „sich in etwas verbeißen“ oder „daran wird er lange zu beißen haben“ bis wir schließlich eine ausweglose Situation “zähneknirschend hinnehmen”. Diese typischen Redewendungen bringen die Auswirkungen von Gefühl auf Gebiss auf den Punkt.

Versuchen wir wirklich, erlebten Stress einfach wegzubeißen? Diese Annahme konnte die Studie einer Zahnärztin von der Heinrich-Heine-Universität Düsseldorf bestätigen. Mit ihren Kollegen untersuchte sie 69 Probanden, davon 48 Knirscher. Anhand von Gebissabdrücken auf einer dünnen Kunststofffolie, die die Probanden fünf Nächte lang trugen und einer Erhebung einer ausführlichen Stress-Anamnese, konnten die Wissenschaftler einen eindeutigen Zusammenhang zwischen Bruxismus und negativ wahrgenommenen Stress feststellen. (2)

Alltagsbelastungen wie körperliche und geistige Anstrengungen, berufliche Konflikte, Schicksalsschläge oder Prüfungsängste können zu Situationen führen, die die Betroffenen als ausweglos wahrnehmen. Das Gefühl von Hilflosigkeit und fehlender Unterstützung führt zu chronischem Stress, der wiederum psychosomatische Störungen verursachen kann. Statt die Alltagsbelastungen nach außen zu tragen, richten die Betroffenen den negativ wahrgenommenen Stress als Aggression in Form von Zähneknirschen nach innen. (3) Oftmals sind leistungsorientierte Personen von Bruxismus betroffen, die hohe Anforderungen an sich selbst stellen und sich nicht selten mit Aufgaben überfordern, kurz: Menschen, die sich sprichwörtlich im Alltag „durchbeißen“.

Zähneknirschen – Was hilft?

Eine Zahnschiene bzw. Knirscherschiene hilft als Abriebschutz bei nächtlichem Bruxismus. Sie entlastet dein Kiefergelenk und schützt die Zahnsubstanz. Eine Schienenbehandlung bekämpft jedoch nicht die muskuläre Überbeanspruchung und eignet sich deshalb lediglich als Begleittherapie zu anderen Behandlungsmaßnahmen. 

Tritt Bruxismus infolge von chronischem Stress auf, können stressabbauende Verfahren weiterhelfen. Mit sanften Gesichtsmassagen oder Entspannungstechniken wie autogenem Training kannst du die Symptome von Zähneknirschen mindern. Die Hypnose gegen Zähneknirschen hat gezielt dein nächtliches und/oder tägliches Beißen und Pressen im Fokus und wird deine innere Anspannung spürbar reduzieren. Dein Unterbewusstsein lernt, den Kiefer auch beim Schlafen locker zu lassen. Oft hilft auch sportliche Betätigung, um das Zähneknirschen oder Zähnepressen zu verringern. Denn auch Bewegung hilft dir, deinen Stress abzubauen. 

 

 


Quellen:

(1) Prof. Dr. Dietmar Oesterreich (2018): Bruxismus als Risikofaktor einer craniomandibulären Dysfunktion. Position der Bundeszahnärztekammer. Online verfügbar unter https://www.bzaek.de/fileadmin/PDFs/b14/bruxismus_zaehneknirschen_cmd.pdf

(2) M. Giraki, C. Schneider, R. Schäfer, P. Singh, M. Franz, W. Raab, M. Ommerborn (2010) : Correlation between stress, stress-coping and current sleep bruxism. Head & Face Medicine. Volume 6, Article number: 2. Online verfügbar unter https://head-face-med.biomedcentral.com/articles/10.1186/1746-160X-6-2

(3) Prof. Dr. Rudolf Slavicek, Prof. Sadao Sato, DDS (2004): Bruxismus als Stressbewältigung des Kauorgans. Wien Med Wochenschr 154/23–24: 584–589. Online verfügbar unter http://www.viesid.com/images/downloads/lectures_presentations/Bruxismus_Artikel_slavicek_wmw2004_.pdf

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Disclaimer:
Hypnocoaching bietet keinen Ersatz für medizinische Behandlungen. Es werden weder Krankheiten diagnostiziert noch Medikamente verabreicht. Jeder Mensch reagiert anders auf Hypnose, deshalb kann das Ergebnis variieren. Aktuelle medizinische Behandlungen sollen nicht eigenständig abgebrochen werden.