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  Gefahren der Hypnose

Hypnose hilft, auch wenn alles andere versagt.

James Braid

Gefahr durch Krankheiten

Hypnose ist nicht für jeden Menschen geeignet. Unter gewissen Umständen kann Hypnose durchaus gefährlich sein. Bei einigen psychischen Krankheiten wie z. B. Schizophrenie oder bei Menschen mit geistiger Behinderung sind Hypnotiseure der Meinung, dass das Induzieren einer Hypnose ungeeignet ist. Bei Hypnose mit Menschen, die in eine dieser Gruppen fallen, sind die Auswirkungen noch nicht gut genug abzuschätzen. 

Gefahr durch Traumata

Auch bei Menschen die ein Trauma erlitten haben ist Hypnose, wenn überhaupt, nur von erfahrenen Hypnotiseuren anzuwenden, denn in einigen Fällen wird der Hypnocoach von einer Sitzung abraten. Letzteres setzt voraus, dass sich der Hypnotisand an das erlebte Trauma erinnert. Kann sich der Hypnotisand nicht mehr an das traumatisierende Erlebnis erinnern, kann das Hervorrufen dieser Erinnerungen zu einer erneuten Traumatisierung führen. Das Risiko einer Re-Traumatisierung ist gering, jedoch besonders bei einer Rückführung bzw. bei einer vergangenheitsorientierten Hypnose nicht vollständig auszuschließen. Selbst wenn das Risiko gering ist, würde es einem erfahrenen Hypnocoach jedoch gelingen, den Hypnotisanden wieder an einen sicheren Ort des Wohlbefindens zurückzuleiten.

Gefahr von Verletzungen

Eine oft unterschätzte Gefahr ist das Herunterfallen oder Herunterrutschen vom Hypnose-Stuhl oder von der Hypnose-Couch. Das passiert, wenn sich unsere Muskeln aufgrund der eingeleiteten Hypnose sehr schnell entspannen. In einer professionellen Hypnosepraxis sind die Sitzmöglichkeiten so ausgelegt, dass ein Fallen nahezu unmöglich ist, ganz einfach dadurch dass der Hypnotisand liegt oder sicher sitzt. Und wenn es doch passiert, würden sich keine Glasflaschen oder andere Gegenstände in der Nähe befinden, an denen du dich verletzen könntest. Aus diesem Grund sind Hypnosen über das Radio oder das Internet nur mit Vorsicht zu genießen. Achte unbedingt darauf, dass du sicher liegst und gefährliche Gegenstände vorab außer Reichweite bringst. 

Gefahr durch Alkohol und Drogen

Bereits beim Aufnahmegespräch wird dir dein Hypnocoach mitteilen, dass du nüchtern zu deinem Hypnose Termin erscheinen musst. In deinem eigenen Interesse solltest du dich zuvor also weder betrinken noch einen Joint rauchen. Menschen die unter Alkohol- bzw. Drogeneinfluss stehen während sie hypnotisiert werden, setzen sich selbst einem Risiko aus. Wenn der Hypnotisand Pech hat, erlebt er jetzt anstatt einer entspannenden Hypnose einen regelrechten „Horror-Trip“. Hier kann auch der Hypnotiseur nicht mehr helfen. Der Hypnotisand muss in diesem Fall warten, bis die Wirkung der Droge wieder nachlässt.

Fazit

Alle genannten Faktoren werden beim Aufnahmegespräch erörtert und du wirst von deinem Hypnocoach über mögliche Kontraindikationen aufgeklärt. Gesunde Menschen, die nicht Teil einer der genannten Risikogruppen sind, haben bei einer Hypnose nichts zu befürchten, wenn sie einen qualifizierten erfahrenen Hypnocoach aufsuchen. Man sollte also besser davon absehen, sich von selbsternannten Gurus und Wunderheilern hypnotisieren zu lassen.

 

 


Quellen:

(1) Jacob H. Conn (2008): Is hypnosis really dangerous? International Journal of Clinical and Experimental Hypnosis. Pages 61-79.

(2) Stefan Heinrich (1990): Ist Hypnose gefährlich? Online verfügbar unter https://link.springer.com/chapter/10.1007/978-3-642-97222-5_24

 

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Hypnocoaching bietet keinen Ersatz für medizinische Behandlungen. Es werden weder Krankheiten diagnostiziert noch Medikamente verabreicht. Jeder Mensch reagiert anders auf Hypnose, deshalb kann das Ergebnis variieren. Aktuelle medizinische Behandlungen sollen nicht eigenständig abgebrochen werden.