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Was passiert beim Träumen im Gehirn?

Hypnose hilft, auch wenn alles andere versagt.

James Braid

Vielleicht erinnerst du dich nach dem Aufstehen nicht an deine Träume oder du bist sogar davon überzeugt, dass du nie träumst. Doch tatsächlich träumst du jede Nacht etwa zwei Stunden. Nicht nur der Schlaf, sondern auch das Träumen wirkt sich positiv auf Körper und Geist aus. Schlafen ist keine Zeitverschwendung, wie manche glauben. Was genau passiert beim Träumen in unserem Gehirn? 

Im Traumland: Intensive Träume im REM-Schlaf

Ein gesunder Schlaf besteht aus verschiedenen Schlafphasen, in denen du nicht nur unterschiedlich tief schläfst, sondern auch unterschiedlich intensiv träumst. Sobald du schläfst, feuert dein Stammhirn elektrische Nervenimpulse in andere Gehirnregionen.

Beim Einschlafen, in der Leichtschlaf- sowie auch in der Tiefschlafphase fallen die Träume kurz und uninteressant für dich aus. Insgesamt erlebst du vier bis fünf Träume in einer Nacht, die jeweils in jeder Rapid Eye Movement-Phase (REM) in einem ungefähren Abstand von neunzig Minuten am intensivsten auftreten. Der unter anderem für die Muskelkontraktion verantwortliche Neurotransmitter Acetylcholin wird im Gehirn ausgeschüttet und deine Augen beginnen sich rasch unter den geschlossenen Lidern zu bewegen. In dieser Phase ist dein Gehirn besonders aktiv und jegliche Muskelanspannung erschlafft – ein Schutzmechanismus, der das Ausführen von im Traum erlebten Bewegungen verhindert. (1)

Träume verändern die Gehirnaktivitäten

Du fragst dich, warum du deine Träume bildlich wahrnimmst? Die Großrinde, die auch für das Sehen zuständig ist, ist beim Träumen genauso aktiv wie im Wachzustand. Dein Gehirn erhält visuelle Signale, die sich als Szenen und Erlebnisse vor deinem geistigen Auge abspielen. Dabei verarbeitet das Gehirn neben den Tageserlebnissen vor allem deine Gedanken sowie Stress, Ängste und andere Alltagssorgen.

Bezüglich der Gehirnaktivität gibt es noch zwei weitere Unterschiede im REM-Schlaf. Während des Träumens ist die Amygdala, die den emotionalen Gehalt einer Situation bewertet und besonders auf Bedrohung reagiert, aktiver als im Wachzustand. Hingegen der für das geradlinige Denken und Handeln zuständige präfrontale Cortex ist im REM-Schlaf weniger rege als im Wachzustand. Das kritische Bewusstsein wird unterdrückt, weshalb deine Träume surreal ausfallen können und unlogische Ereignisse im Schlaf nicht als Widersprüche wahrgenommen werden. (2)

Des Weiteren werden im Schlaf synaptische Verknüpfungen abgebaut, die im Wachzustand eine verhältnismäßige geringe Bedeutung spielen. Mit anderen Worten: Statt zu denken, verarbeitest du vielmehr beim Träumen im REM-Schlaf Emotionen wie Freude, Angst oder Scham. Dein Gehirn ist beim Verarbeiten besonders kreativ und kann Szenen kreieren, die mit der Realität überhaupt nichts zu tun haben: Plötzlich sprichst du während des Träumens fließend Spanisch, jagst Verbrechern hinterher oder beginnst sogar wie Superman zu fliegen, kurz: Im Traum ist alles möglich.

Träume optimieren dein Denken

Neurobiologen vertreten die These, dass die Erlebnisse im Traum den Gehirnzellen helfen, sich ständig zu programmieren. In diesem Sinne sind Träume zufällige subjektive Begleiterscheinungen, die bei der Informationsverarbeitung entstehen. Wichtiges wird von Unwichtigem getrennt, wodurch die im Wachzustand gesammelten Informationen noch besser verarbeitet werden können. Dein Denken, Lernen und Verhalten werden optimiert und mit neuerworbenen Gedächtnisinhalten dauerhaft gespeichert.

In der TV Serie “Explained: Unser Kopf” berichtet Professor Robert Stickgold der Harvard Medical School von seinem Tetris-Experiment, das wichtige Erkenntnisse zu Träumen liefert. In jener Studie spielen seine Probanden das Videospiel Tetris. Mehr als 64 % seiner Probanden berichten, dass sie anschließend von geometrischen Formen träumen, die in Verbindung zum Spiel stehen. Für Stickgold ein klarer Beweis dafür, dass unser Gedächtnis nicht schläft. Ganz im Gegenteil: Im Schlaf finden wichtige Umstrukturierungen und Lernprozesse statt, wobei Träume die Folge dieser Reaktivierungen sind. (3)

 

 


Quellen:

 

(1) Prof. Dr. M. Walker (2018): Why We Sleep: The New Science of Sleep and Dreams. Penguin Verlag. Auflage 1. 

(2) M. Dressler (2015): Schlaf und Traum. Forschung und Lehre. Biologie & Medizin Metakognition, S. 57. Online verfügbar unter https://www.mpg.de/9221184/W003_Biologie_Medizin_052-059.pdf

(3) E. J. Wamsley, R. Stickgold (2011): Memory, Sleep, and Dreaming: Experiencing Consolidation. Sleep Medecine Clinics, Volume 6, S. 97 ff. Online verfügbar unter https://doi.org/10.1016/j.jsmc.2010.12.008

Bildnachweis: Adobe Stock. Edited. 

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