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  Schlafstörungen – Ursachen und Behandlungsmöglichkeiten Teil 2/3

Schlaf ist das einzige Glück, das man genießt, wenn es vorbei ist.

Alfred Polgar

Behavioristen wie Bootzin gingen davon aus, dass die Ursachen von Schlafstörungen in Konditionierungsprozessen zu finden sind (11). Das Bett soll als Reiz für Ruhe und Erholung wahrgenommen werden. Dieser Reiz habe sich jedoch geändert, da Betroffene in ihrem Bett andere, vor allem aktive Tätigkeiten verrichten. Bootzin legte schlechten Schläfern nahe, das Bett nur zum Schlafen und nicht etwa als Arbeitsplatz oder zum Telefonieren zu verwenden. 

In den 70er und 80er Jahren wurde in unterschiedlichen Studien untersucht, ob es spezifische Persönlichkeitseigenschaften von Schlafgestörten gäbe, was nicht endgültig geklärt werden konnte. Die Persönlichkeitseigenschaften der Probanden waren zu groß, weshalb diese Studien zu keinem Ergebnis gekommen sind (12). Weiter erschwerend kam hinzu, dass häufig die Frage offen blieb, ob die Persönlichkeitseigenschaften die Ursache einer Schlafproblematik sind, oder ob sich die festgestellten Eigenschaften nicht umgekehrt aus der Schlafstörung entwickelt haben (13).

Hohagen et al. belegen, dass Betroffene verstärkt von belastenden Lebensumständen, wie Probleme am Arbeitsplatz, Krankheiten oder persönlichen Schwierigkeiten berichten (14). In einer anderen Studie wird aufgezeigt, dass nicht emotional stark belastende Lebensereignisse eine häufige Ursache für schlechten Schlaf sind, sondern die sogenannten „daily hassles“ (Hässlichkeiten des Alltags) eine weitaus bedeutendere Rolle spielen (15). Das verdeutlicht, dass Schlafgestörten manchmal weniger Stressbewältigungsstrategien zur Verfügung stehen. Menschen, die schlecht schlafen, neigen zum Grübeln. Die Gedanken kommen nicht zur Ruhe. Demnach sind die Ursachen eines schlechten Schlafs häufig in negativen Denkmustern zu finden. Die Betroffenen müssen neue Techniken erlernen, damit ein verbesserter Umgang mit Stress gewährleistet ist. 

Bewährt haben sich Verfahren, die mit einer gezielten Entspannung von Körper und Geist arbeiten. Hierzu zählen neben Hypnose auch die progressive Muskelentspannung nach Jacobsen und das autogene Training. Backhaus zeigt auf, dass Maßnahmen zur Förderung des Schlafes gut mit dem Aufbau von sozialen Kompetenzen oder Hilfestellungen bei einer adäquaten Tagesgestaltung kombiniert werden können und diese Kombination sehr gute Ergebnisse verspricht (16).

Nicht vergessen werden darf die häufig angewandte medikamentöse Behandlung. Eingesetzt werden vor allem Benzodiazepine (17). Weit verbreitet ist zudem eine Behandlung mit sedierenden Antidepressiva, wobei hier niedrigere Dosierungen als bei einer Depression verwendet werden. Psychiatrisch auffällige Menschen erhalten bei Schlafstörungen oftmals Neuroleptika.

 

 


Quellen:

(11) Bootzin, R. R. (1972). A stimulus control treatment for insomnia. Proceedings of the American Psychological Association: 395-396.

(12) Kales, A., Caldwell, A. B., Bixler, E. O. & Kales, J. D. (1993). Biopsychobehavioral correlates of insomnia. Part II: Pattern specificy and consistancy with the minnesota multiphasic personality inventory. Psychosomatic Medicine. Journal of Biobehavioral Medicine. 45 (4): 341-356.

(13) Hajak, G. & Rüther, E. (1995). Insomnie: Ursachen, Diagnostik und Therapie. Springer.

(14) Hohagen, F., Rink, K., Käppler, C., Schramm, E., Riemann, D., Weyerer, S. & Berger, M. (1993). Prevalence and treatment of insomnia in general practice. European Archieves of Psychiatry and Clinical Neuroscience. Springer. 242: 329-336.

(15) Schindler, L., Hohenberger, E. & Müller, G. (1984). Der Vergleich von guten und schlechten Schläfern: Eine Studie zur Exploration möglicher Interventionsbereiche. Psychotherapists Psychosomatic. 29: 145-153.

(16) Backhaus, J. (1997). Insomnie- Epidemiologie, Ätiologie, Psychotherapie. Dissertation der Universität Freiburg.

(17) Spiegelhalder, K., Backhaus, J. & Riemann, D. (2011). Schlafstörungen. Fortschritte der Psychotherapie. Hogrefe (Band 7, 2. überarbeitete Auflage). S. 32 ff.

 



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